Dez 132016
 

Chor@Berlin, das Vokalfest des Deutschen Chorverbands, geht in die siebte Runde: Vom 23. bis 26. Februar 2017 sind im Radialsystem V erneut hochkarätige Konzerte, Workshops, Diskussionsrunden und Mitsingaktionen zu erleben, die Einblick in aktuelle Entwicklungen der Chorlandschaft bieten. „In diesem Jahr steht die zeitgenössische Musik im Zentrum“, sagt Moritz Puschke (Foto: Roberto Bulgrin), künstlerischer Leiter des Vokalfestes. „Von Beginn an haben wir Chor@Berlin als Schaufenster und Entwicklungsplattform für neue, spannende vokale Formate konzipiert, doch in diesem Jahr zeigt das Programm sogar noch ein wenig mehr als sonst, welche Innovationskraft in der Szene steckt.“

Vocalconsort Berlin_c_Kristof Fischer

Vocalconsort Berlin

Eröffnet wird das Festival mit einem Konzert des Vocalconsort Berlin: Herzstück des herausragenden A-cappella-Programms ist Francis Poulencs Kantate „Figure Humaine“ mit ihrem versöhnlichen Ruf nach Freiheit – Liberté! Am 24.2. bringen der Kammerchor Berlin, der Berliner Mädchenchor und Concentus Neukölln unter der Leitung von Thomas Hennig mit „Ode an die Nacht“ das letzte Werk von Harald Weiss‘ „Darkness Project“ zur Uraufführung. Getragen von der menschlichen Stimme, verweist die Komposition nach Texten von unter anderem Ovid, Hölderlin sowie dem Johannes-Evangelium auf die Ursprünge einer Welt aus Klang.

Kammerchor Berlin_c_Louise Borinski

Kammerchor Berlin

Über Genregrenzen hinweg entführt das Vokalquartett niniwe in seiner Konzertinszenierung „Into the Deep“ am 25.2. in ein Wechselspiel von Licht und Schatten, Klang und Bewegung und kombiniert Werke von Josef Rheinberger, Sting oder den Beach Boys mit Klanginstallationen und Live-Loops. Anschließend präsentieren die mongrooves, zimmmt und Gretchens Antwort in einer Vocal Pop Late Night anspruchsvolle Arrangements von Bob Dylan über Herbert Grönemeyer und Lady Gaga bis hin zu eigenen Kompositionen: „Made in Berlin“. Eine ganz andere Dimension erschließen zum Festivalabschluss Rupert Huber und das Ensemble Spinario: Im Vordergrund der Performance „Psychopompos“ steht die Erfahrung von Gesang als Mittel zur Kontaktaufnahme.

Felix Powroslo_c_Frank Dicks

Felix Powroslo

Das breit gefächerte Workshop-Angebot bietet ChorleiterInnen, KirchenmusikerInnen, MusikpädagogInnen, SängerInnen und ChormanagerInnen wiederum die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erwerben oder bestehende Kenntnisse zu vertiefen. Kurse geben Winnie Brückner („Klang, Intonation und Blending im Ensemble – das Lichtenberger® Modell“ sowie „Loopstation für Einsteiger“), Felix Powroslo („Bühnenpräsenz und Interpretation“ sowie „Das Musizieren und die Emotionen“), Ilka Seifert („Konzertdesign“), Nicolas Fink und Jochen Sandig („Chancen und Risiken inszenierter Chormusik“), Angela Postweiler („Chorische Stimmbildung“), Harald Weiss („Die Stimme als emotionaler Träger in einer zeitgenössischen Komposition“), Bastian Holze („Der Begegnungschor – Impulse zum Singen mit Geflüchteten“) sowie Hanno Fierdag und Asterix Westphal („Praxisworkshop Urheberrecht und Chormusik“). Auch der „Ich-kann-nicht-singen“-Chor unter Leitung von Michael Betzner-Brandt darf nicht fehlen.

Hier geht’s zur Internetseite von Chor@Berlin 2017.

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