Jun 102012
 

Von Susanne Gerster*

Am Morgen des letzten Chorfest-Tages fanden zwei große Abschluss-Gottesdienste in Frankfurt statt. Der Gottesdienst in der Katharinenkirche wurde musikalisch von der Kantorei St. Katharinen und einem kleinen Instrumentalensemble unter der Leitung von Michael Graf Münster gestaltet. Chorverbands-Präsident Henning Scherf trug die Lesungen aus Lukas 16 und 1. Johannes 4 vor.

In seiner Predigt  zum 5. Buch Mose, Kapitel 6, 4-9, regte Pfarrer Christoph Markschies zum Zuhören an. In der Partnerschaft wie auch im alltäglichen Umgang mit fremden oder geliebten Menschen. Auch beim Singen in einem Chor reiche es nicht aus Noten lesen zu können, man müsse vor allem auf die Mitsänger hören um gemeinsam einen schönen Klang erzeugen zu können. Auch die besagte Bibelstelle bei  Mose beginne mit dem Aufruf „Höre“. Weiter heißt es da: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden“. Auch hier verwies Pfarrer Markschies auf die Verbindung zum Chorgesang: Ebenso wie gesprochene Worte müsse man sich die Worte der musikalischen Sprache zu Herzen nehmen, sie hören, lesen und memorieren. Zum Abschluss der Predigt erinnert er an das Sprichwort „ein gesungenes Gebet ein doppeltes Gebet“. Das „Dona nobis pacem“ aus Johann Sebastian Bachs h-Moll Messe bildete den feierlichen Ausklang des Gottesdienstes.

In der jugend-kultur-kirche sankt peter startete derweil der Große Ökumenische Jugend-Abschluss-Gottesdienst mit Pfarrer Rasmus Bertram. Unter der Leitung von Robert Göstl sang dort der Deutsche JugendKammerChor. In einem beeindruckenden Film wurde die Schöpfung der Welt in Sandmalereien gezeigt. Pfarrer Bertram wünschte sich in seiner Predigt, dass jeder Chorfest-Besucher die Begeisterung die er in diesen vier Tagen erlebt habe in seinen Alltag mitnehme. Nur mit dieser Begeisterung könne man Neues und Großartiges auf den Weg bringen. Seine Ideen und Visionen sollte man ernst nehmen und versuchen sie umzusetzen, auch wenn es zunächst schwierig erscheint.

Das Lied „Die Gedanken sind frei“ beendete den Gottesdienst – erst in einer ungewöhnlich schwungvollen Version vom JungendKammerChor vorgetragen und dann noch einmal in klassische Fassung zum Mitsingen. Vor der Kirche gab der Chor dann noch ein paar Zugaben für die ausströmenden Zuhörer.

* Die Autorin studiert Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und unterstützt das Team des Deutschen Chorfests 2012 im Bereich Marketing und Veranstaltungsorganisation.

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