Jun 142012
 

Der veranstaltende Deutsche Chorverband (DCV) entschuldigt sich noch einmal ausdrücklich für die Unklarheiten bei der Preisvergabe beim Internationalen Wettbewerb im Rahmen des Deutschen Chorfests 2012, insbesondere bei allen teilnehmenden Chören. Diese wurden von DCV-Präsident Henning Scherf bereits am Montag und heute erneut persönlich angeschrieben und über die Ursachen der Verwirrung bei der Preisverleihung auf dem Römerberg und der vorübergehenden Veröffentlichung fehlerhafter Ergebnislisten aufgeklärt.

Nachdem die Jurys in den vergangenen Tagen sämtliche während des Wettbewerbs per Hand ausgefüllte Bewertungsbögen sowie weitere Mitschriften sorgfältig überprüft haben, können wir heute die definitiven Ergebnisse mitteilen. Diese finden sich ab sofort unter www.chorfest.de/programm/chorwettbewerb. Die Mitschriften und Bewertungsbögen sind in der Geschäftsstelle des Deutschen Chorverbandes einzusehen.

  2 Responses to “Endgültige Ergebnisse des Internationalen Wettbewerbs”

  1. Die Entschuldigung ist o.k. und nun sollte das ganze nicht den positiven Eindruck über das Chorfest insgesamt trüben. Es gab auch ein FEST neben dem Chorwettbewerb und das bleibt noch lange in guter Erinnerung für alle SängerInnen, in unserem Chor jedenfalls. Den Jury-Mitgliedern aber sollte es auch ein Stein des Anstoßes bedeuten, aus eigener Erfahrung weiß ich, es wird in vielen Fällen wenig gute Laune und Zugewandtheit – dafür nicht selten Arroganz – zu den „Machern“ der Chordarbietungen gezeigt.
    R..M.T.

  2. Als einer der erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer möchte ich zunächst vorausschicken dass wir eine hervorragende Zeit auf dem Chorfest hatten und in jeder Hinsicht froh, beglückt und bereichert von diesem Chorfest zurückgekehrt sind und gerne noch einmal teilnehmen werden. Hervorragende Organisation, wir sind mehr als zufrieden.

    Anders als mein Vorredner finde ich allerdings überhaupt nicht, dass die Entschuldigung bzw. die damit verbundene „Erklärung“ von Henning Scherf vom 14.6. „o.k.“ ist.
    Ich finde es gelinde gesagt sehr ärgerlich und auch ein bisschen billig, wie da nun schnell ein Sündenbock gefunden bzw. hochstilisiert wurde, in Form von dem, bzw. in der Person des „Gesamtjuryvorsitzenden“.
    Das ist für mich eine viel größere Peinlichkeit als die Pannen bei der Ergebnisbekanntgabe, über die man in zwei Monaten nur noch schmunzeln oder sie als amüsanten Anekdote zum Besten geben wird.

    Aus meiner Sicht hat die Jury, einschließlich des Gesamtjuryvorsitzenden einen hervorragenden Job gemacht. (Ich konnte weder Arroganz noch mangelnde Zugewandtheit erkennen, im Gegenteil.)

    Und nach allen mir zur Verfügung stehenden Informationen, war es das Fehlen einer vernünftigen Infrastruktur zur Datenverarbeitung, die die Kommunikationspannen und damit die falschen Ergebnislisten zur Folge hatten. Eine ordentliche Verifizierung der Ergebnisliste konnte nicht erfolgen, da diese vor Bekanntgabe nicht ausgedruckt werden konnte.

    Ich habe vermisst, dass Herr Scherf bzw. das Wettbewerbsbüro die Schuld bzw. die Defizite auch bei sich sucht. Vieles war so exzellent vorbereitet, warum gab es in diesem Bereich so eine eklatante Organisationslücke?

    Zur Datenverarbeitung kann man, wenn man das will und entsprechend geplant hat, über unhandliche Excel-Tabellen hinaus wunderbare Datenbank-Lösungen im Voraus entwickeln. Mit Eingabe-Masken, die durch extreme Reduktion auf das Wesentliche die Wahrscheinlichkeit einer Fehleingabe extrem verringern. Lösungen, die sofort nach beendeter Daten-Eingabe perfekt formatierte Ergebnislisten und Urkunden und alle erdenklichen Arten von Berichten ausspucken (und eben ausdrucken …) und mit zwei Maus-Klicks diese im Internet veröffentlichen können.
    [Ich habe längere Jahre einen Regionalwettbewerb Jugend musiziert geleitet, und da genau von so einer Datenbank Gebrauch gemacht bzw. sie selbst mit entwickelt.]
    Sicher wird es beim deutschen Chorwettbewerb nicht anders sein.
    Dort stehen ja auch gleich nach Ergebnisbekanntgabe gedruckte Ergebnislisten in Auflagen von 500 – 1000 Exemplaren bereit.

    An diesem Punkt sollte der DCV noch arbeiten und nachbessern, damit man dann wenigstens beim 4. Deutschen Chorfest den unerschütterlichen Eindruck bekommt: jetzt haben sie’s gelernt / wissen sie wie’s geht …

    Ich bin gespannt, ob nach der Entschuldigung irgend wann die Entschuldigung zur Entschuldigung folgt (also die an den Gesamtjuryvorsitzenden).
    Weiterhin interessiert mich ob, bzw. wie lange diese meine Meinungsäußerung im Netz stehen wird, oder plötzlich verloren gehen wird …

    Um den Bogen zum Anfang zu schlagen: Das Chorfest war großartig. Herrn Scherfs „Erklärung“ vom 14.6. war das Gegenteil, da sie ungerechtfertigter Weise eine Person verunglimpft. Wir können alle noch viel lernen. Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche.

    M.Ram. Leiter von „laFilia“