Mai 292012
 

 Von Susanne Gerster und Sarah Wulf*

Am Pfingstwochenende, zwei Wochen vor dem Deutschen Chorfest 2012, war das Alsfelder Vokalensemble mit geistlicher Chormusik von Brahms, Mendelssohn Bartholdy und Reger im Rahmen der Reihe „Auftakt Romantik“ zu Gast im Taunus. Unter der Leitung von Wolfgang Helbich, der den Chor 1971 gründete, sangen die Bremeram Samstag in der voll besetzten Laurentiuskirche in Usingen (Foto). Am Sonntag feierten sie ihren 41. Geburtstag in der Bad Homburger St. Marienkirche.

Passend zum Feiertag standen Psalmvertonungen romantischer Komponisten auf dem Programm. Felix Mendelssohn Bartholdys 100. Psalm „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ eröffnete das Konzert. Gleich zu Beginn wurde die Präzision deutlich, mit der das Vokalensemble die Musik interpretiert. In den Proben am Nachmittag konnte man erleben, wie detailreich und liebevoll Chorleiter Helbich jeden einzelnen Vokal, jede Note herausarbeitet. Auch die schönen Akustiken der Laurentiuskirche sowie der St. Marienkirche trugen zum klaren Klang bei.

Den Komponisten des folgenden Psalms 126 „Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird“, Carl Reinthaler, stellte Wolfgang Helbich als seinen Vorgänger vor, da er circa 120 Jahre vor ihm als Domkantor am Bremer Dom St. Petri tätig war. Dort hat er die Uraufführung der vollständigen Fassung des Deutschen Requiems seines Freundes Johannes Brahms veranlasst, die von diesem selbst geleitet wurde. Dessen Vertonung des 51. Psalms „Schaffe in mir, Gott“ folgte als nächster Programmpunkt.

Im Zentrum von Heinrich Kaminskis 130. Psalm „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ steht ein berührendes Sopran-Solo, das von Manja Stephan erstklassig gesungen wurde.

Im Konzert folgten mit der Motette „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“ und dem 91. Psalm „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ zwei weitere berühmte Werke von Brahms und Mendelssohn Bartholdy. „Acht Geistliche Gesänge“ von Max Reger bildeten dann den zweiten Teil des Programms. Für das begeisterte Publikum gab es als Zugabe das Abendlied von Joseph Gabriel Rheinberger. Chorleiter Wolfgang Helbich hat das Manuskript Rheinbergers selbst entdeckt und herausgegeben: Heute gehört das Werk zum festen Repertoire vieler Chöre weltweit.

* Die Autorinnen studieren Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und unterstützen das Team des Deutschen Chorfests 2012 im Bereich Marketing.

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