Sep 242011
 
Chor

„Ts, tf, kah, ze“ – amüsiert schauen die Teilnehmer auf die Unterlagen, die Lukas Teske von den Maybebops verteilt. Es gibt beim Workshop „Maybebop meets choir“ nämlich einen Crashkurs in die Einführung des Beatboxens oder der „mouth percussion“. Das sieht, gibt Teske freimütig zu, manchmal auch etwas dämlich aus. Aber bei A-capella-Gesangsgruppen dienen die Techniken dazu, das fehlende Schlagzeug zu imitieren.

Medien: Christoph Müller-Girod

Dabei ist es nicht einfach für den Ungeübten, die passenden und geforderten Klänge zu produzieren. Die einfache Basedrum bekommt man noch ohne weiteres hin, eine High-Hat ist da schon schwieriger. Und schier unmöglich erscheinen in Quarten gestimmte Tom-Toms. Dabei hat man die Rhythmen und die Klänge schon öfters in der Pop-Musik gehört: So etwa den typischen Einsatz von Tom-Toms, die bei Phil Collins immer auf die Eins einleiten. Oder den durchgängigen Rhythmus von „Billy Jean“. Trommelwirbel imitieren? Für Ungeübte eine Herausforderung: Die Zunge an den oberen Gaumen pressen und durch die Zungenränder die Luft durchlassen. Das funktioniert natürlich nicht auf Anhieb.

Immer wieder faszinierend ist es, Lukas Teske zuzuschauen und zuzuhören. Locker und unbefangen geht er an das Thema heran, verteilt zwischendurch Wasserflaschen an die Teilnehmer und nimmt vor allem auch den Frauen die Scheu davor, Lippen und Stimmbänder etwas anders als sonst im Chor üblich zu gebrauchen. „Der Einsatz von Shaker-Geräuschen hebt ein Stück auf ein ganz anderes Niveau“, meint Teske – und dazu brauche man gerade einmal zwei Solisten. Der Shaker ist noch das einfachste der Geräusche, die bei diesem Workshop produziert werden. Schwieriger wird es, wenn in den Übungen auch noch verschiedene Rhythmen eingebaut werden. Vielleicht sollte man in der ersten Zeit auch besser zu Hause beim Bügeln üben, meint Teske augenzwinkernd, denn aus „Dum – ka – ze“ wird beim schnelleren Sprechen am Anfang gerne etwas wie „dumme Katze“.

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